Freifunk Bad Pyrmont | Router Flashen

Router Flashen

Flashen der Firmware

Da die Firmware der Hersteller nicht für Freifunk geeignet ist, muss diese ausgetauscht werden:

    1. Download der Firmware: Es muss dringends darauf geachtet werden, dass bei der Firmwaredatei die richtige Hardwarerevision (auf dem Bild v1.0) ausgewählt wird, ansonsten ist das Gerät erst einmal unbrauchbar! Bereits fertige Firmwareimages befinden sich hier. Findet sich für das gewünschte Gerät keine Firmware, kann man diese entweder selber bauen oder uns aber nett fragen, dann machen wir das. Eine Liste generell unterstützter Hardware von OpenWRT findet sich hier.
      hardwareversion-300x125 (CC-BY-SA Nils Schneider)
  1. Flashen des Routers: Dies geschieht in den meisten Fällen durch den Menüpunkt „Firmware Upgrade“, der z.B. bei Routern des Herstellers TP-Link unter dem Punkt „System Tools“ zu finden ist. Wird der Router das erste mal mit einer herstellerfremden Firmware geflasht, wird die entsprechende factory.bin benötigt, ist bereits OpenWRT installiert, reicht die sysupgrade.bin. Es wird empfohlen, den ganzen Vorgang per Kabel zu machen und nicht über WLAN.
    • Hinweis: Durch das Flashen einer herstellerfremden Firmware erlischt die Garantie!
  2. Warten: Nach dem Beginn des Flashvorgangs auf keinen Fall den Stecker ziehen! Der ganze Vorgang dauert etwa fünf Minuten und es ist normal, dass der Router zwei mal neustartet.
  3. War der Flashvorgang erfolgreich, so sollten jetzt zwei neue offene WLANs verfügbar sein und per LAN sollte man eine IP-Adresse nach dem Muster 192.168.133.x zugewiesen bekommen.
    • bielefeld.freifunk.net : Darüber verbinden sich normale Clients
    • mesh_v<nr> : Dient zum vernetzen der Knoten untereinander. Die Nummer gibt die Kompatibilitätsversion des Routingprotokolls an.

Konfiguration

Der Router ist nach dem Flashen schon fertig konfiguriert. Wenn er einen Internetzugang bekommt kann er sich mit anderen Routern über das Internet verbinden. Dazu verbindet man mit einem Kabel den WAN-Port des Freifunkrouters mit dem LAN-Port des Modems oder Routers, der die Internetverbindung bereitstellt. Weitere Konfiguration:

  1. Nach dem Flashen ist der Router über http://node/ oder direkt über seine IP http://192.168.133.1/ erreichbar. Dort wird auch die IP im Freifunknetz angezeigt.infoseite2-300x228
  2. Ein Klick auf „Login“ unten links gibt eine Warnung wegen eines ungültigen Zertifikats zurück, die man aber durch „Ausnahme hinzufügen“ und „bestätigen“ umgehen kann.zertifikat2-298x300
  3. Der Standardnutzername lautet „root“, ein Passwort ist nicht vergeben.
    login-300x83
  4. Nun sieht man ein paar Infos, wie ob der Knoten einen Internetanschluss hat oder die Versionen der installierten Software.
    uebersicht2-300x279
  5. Unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ kann man seinem Knoten einen Namen geben, der dann auf der Infoseite für alle sichtbar ist. Auch lässt sich einstellen, ob der Knoten aus dem Freifunknetz administriert werden kann. Standardmäßig ist dies deaktiviert. Achtung: Da standardmäßig kein Passwort vergeben ist, sollte man dies über den Menüpunkt „Password“ nachholen! Desweiteren besteht die Gefahr für unerfahrene Nutzer sich auszuschließen!
    einstellungen2-234x300
  6. Weitere Hinweise:
    • Es wird nicht empfohlen, seinen eigenen Internetzugang über die Funktion „Internet freigeben“ freizugeben. Ein Internetzugang über das Freifunknetz ist trotzdem möglich, da der Datenverkehr über das Freifunknetz nach Schweden weitergeleitet wird.
    • Wird in den Einstellungen in der Kategorie „Wireless“ das Häkschen „Private“ gesetzt, so kann ein zusätzliches, verschlüsseltes WLAN aufgebaut werden. Dieses nutzt direkt den vorhandenen Internetzugang, ist aber trotzdem mit dem Freifunknetz verbunden. Es befindet sich im selben Netzwerk wie die LAN-Anschlüsse.
    • Es gibt noch viele weitere Konfigurationsmöglichkeiten, dier hier derzeit nicht dokumentiert sind.
    • Generell nur das tun, wobei man sich sicher ist. Fehlkonfiguration kann zu einem unsicheren Knoten führen, zum aussperren aus dem eigenen System oder im allerschlimmsten Fall das gesamte Netzwerk lahmlegen!

Funktionsweise

Nach dem Inbetriebnehmen eines Freifunkrouters funktioniert der Router folgendermaßen:

  • Es wird ein AccessPoint mit dem Namen „Bad-Pyrmont.freifunk.net“ aufgemacht.
    • Jeder kann sich darüber mit dem öffentlichen (Freifunk-) Netz verbinden.
  • Per Kabel an den Router angeschlossene Computer sind in einem privaten Netz.
  • Aus dem privaten Netz kann man sich über die Statusseite (192.168.133.1) auf der Konfigurationsseite des Routers mit dem Namen „root“ und leerem Paswort anmelden.
  • Ist der Router per Kabel am Internet angeschlossen kann der Anschluss nur über das private Netz genutzt werden.
    • Der Router verbindet sich aber mit anderen Routern über das Internet – dies ist Teil des Freifunk Netzes.